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Tuesday, April 14, 2026

Deutschkurse für Flüchtlinge werden umgestaltet

Die Deutschkurse für Flüchtlinge werden reformiert. Ab April werden neben dem Präsenzunterricht beweiskräftige Selbstlernzeiten eingeführt.

In den Kursen soll der Fokus auf praktischen Sprachgebrauch verstärkt werden. Ab dem Sprachniveau B1 sollen auch regionale Dialekte gelehrt werden. Flexiblere Kurszeiten und Kinderbetreuungsangebote sollen die Teilnahme erleichtern.

Damit werde das Verfahren „verbindlicher, alltagstauglicher und wirksamer“, sagte heute Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) bei der Präsentation der neuen Deutschkurse des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) für Asylwerberinnen und -werber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit, Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte sowie Vertriebene.

Eigenständiges Lernen

Wer Fortschritte machen will, muss auch daheim lernen, so Bauer. Daher soll eigenständiges Lernen verstärkt gefördert werden. Die neuen Selbstlernzeiten fließen auch in die Leistungsbeurteilung ein.

Die Erledigung der Hausübungen soll transparent dokumentiert werden, bei mangelnder Mitarbeit drohen Sanktionen bis zu einem Kursausschluss. Weil nicht alle Flüchtlinge zu Hause gute Lernvoraussetzungen haben, sollen Selbstlernräume zur Verfügung gestellt werden, sagte Carla Pirker, Leiterin der ÖIF-Deutschkursförderung.

Um das selbstständige Lernen zu ermöglichen, sollen zudem digitale Grunden in den Kursen aller Niveauskompetenz vermittelt werden. Darüber hinaus wird der ÖIF das Kursangebot am Abend und an den Randzeiten aufbauen, um Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen, sowie Onlineangebote ausweiten.

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