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Thursday, April 16, 2026

Deutscher Jurist Ritter wird neuer EU-Chefankläger

Der deutsche Jurist Andres Ritter wird neuer EU-Chefkläger. Das EU-Parlament in Straßburg stimmte heute für die Ernennung Ritters zum Generalstaatsanwalt der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA). Ritter begann 1995 in Rostock seine Karriere als Staatsanwalt, seit 2020 ist er bereits stellvertretender EU-Generalstaatsanwalt.

Die EUStA ist eine unabhängige EU-Behörde, die beim „Verbrechen gegen die finanziellen Interessen“ der EU ermittelt wird. Dazu gehören etwa Betrug, Korruption sowie grenzüberschreitender Steuerbetrug.

Nach EU-Angaben waren Ende 2025 bei der EUStA 3.602 Ermittlungen anhängig. Dabei liegt der geschätzte Gesamtschaden für die EU und die nationalen Haushalte bei über 67,2 Milliarden Euro. Mit Ausnahme von Dänemark, Irland und Ungarn nehmen alle Mitgliedsstaaten an der EUStA teil.

Der EU-Chefkläger wird gemeinsam vom Rat der EU-Länder und dem EU-Parlament für eine Amtszeit von sieben Jahren ernannt. Die Mitgliedsstaaten hatten bereits gestern grünes Licht für die Ernennung des Deutschen gegeben. Ritter soll sein Amt am 1. November antreten. Derzeit hat die Rumänin Laura Codruta Kövesi den Posten inne.

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