Der deutsche Textil- und Haushaltswaren-Discounter KiK schließt heuer hunderte Filialen ab. Das teilte der Geschäftsführer des Unternehmens, Christian Kümmel, in einem heute veröffentlichten Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa mit.
Die Zahl der Geschäfte sinkt damit bis Ende 2026 in Europa um etwa 225 auf gut 4.000, davon in Deutschland um 135 auf rund 2.200. Europaweit sind 300 Schließungen vorgesehen und 75 Neueröffnungen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, andere folgten in den nächsten Monaten.
Keine Informationen zu Filialen in Österreich
Im Februar war es noch heiß, man sperre 50 Standorte zu, davon 25 in Deutschland. Für Österreich war damals von neun Schließungen und einer Neueröffnung die Rede. Ob nun auch hierzulande weitere Geschäfte gesperrt werden, ist unklar. In Österreich hat KiK laut Firmenangaben mehr als 220 Filialen und rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Keine Kündigungen geplant
Eine Liste der Geschäfte, die schließen sollen, liegt KiK nicht vor. „Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, sagte Kümmel. Kündigungen sind nicht geplant.
KiK beschäftigt europaweit insgesamt etwa 32.000 Menschen, davon 19.000 in Deutschland. Kümmel meinte, das Filialnetz könnte in den nächsten Jahren weiter geschrumpft werden.

