Nach zwei Jahren rückläufiger Ergebnisse haben sich die deutsch-österreichischen Handelsbeziehungen im vergangenen Jahr wieder erholt. Das bilaterale Handelsvolumen beträgt um 4,1 Prozent auf 134,1 Mrd. Euro gestiegen, wie die Deutsche Handelskammer (DHK) in Österreich mit Verweis auf Daten des deutschen Statistischen Bundesamts (Destatis) heute mitteilte.
Diese Entwicklung dürfe aber nicht täuschen: „Das bestefalls zarte Pflänzchen der Konjunkturbelebung“ sei in Gefahr. „Die wirtschaftlichen Beziehungen sind stabil, und die Außenhandelszahlen haben sich zuletzt wieder leicht erholt“, sagte der DHK-Präsident in Österreich, Hans Dieter Pötsch, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Gabriel Felbermayr.
Die deutschen Exporte nach Österreich nahmen demzufolge um 4,5 Prozent auf knapp 80 Mrd. zu. Euro zu. Die deutschen Importe aus Österreich wachsen darunter um 4,7 Prozent auf 54,1 Mrd. Euro.
Aber das Umfeld habe sich „grundlegend verändert“, sagte Pötsch mit Verweis auf die sinkenden Exportzahlen in den USA und nach China sowie geopolitischen Spannungen. „Die Weltwirtschaft ist nicht mehr so stabil, wie wir sie lange können“, und Deutschland droht ins Hintertreffen zu geraten.

