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Monday, April 20, 2026

Demo gegen sexualisierte Gewalt in München

Tausende Menschen haben in München gegen sexualisierte Online-Gewalt demonstriert. Nach Angaben des Veranstalters nahmen heute rund 6.000 Menschen an der Kundgebung teil, zu der unter anderem die Grüne Jugend München und die Initiative „Feminists United“ aufgerufen hatten.

Im Mittelpunkt stehen Solidarität mit der Moderatorin Collien Fernandes sowie ein Protest gegen digitale Gewalt gegen Frauen.

Sporrer gab Rechtsvergleich im Auftrag

Auch die österreichische Justizministerin Anna Sporrer und die Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) haben Maßnahmen im Kampf gegen digitale Gewalt angekündigt. „Wir werden nicht zulassen, dass künstliche Intelligenz zur Waffe gegen Frauen wird“, hieß es in einer Aussendung von Sporrer. Die Ministerinnen stehen dazu diese Woche im Austausch mit Vertreterinnen einer aktuellen Initiative.

Um bestehende Schutzlücken zu schließen, habe Sporrer deshalb einen umfassenden Rechtsvergleich im Auftrag gegeben. Dabei sollen die Rechtslagen in der EU, speziell aber in Österreich, Deutschland und Spanien gegenübergestellt werden.

Schwere Vorwürfe gegen Schauspieler Ulmen

Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über den zuerst das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet hatte.

Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die „initiale Berichterstattung“ des „Spiegels“ gerichtliche Schritte einzuleiten.

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