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Sunday, March 8, 2026

Christchurch-Attentäter will Geständnis anfechten – news.ORF.at

Der wegen eines rechtsextremistischen Terroranschlags in Neuseeland mit 51 Todesopfern verurteilte Attentäter hat die Aufhebung seines Schuldgeständnisses beantragt.

Vor einem Berufungsgericht in Wellington erklärte Brenton Tarrant heute, die schwierigen Haftbedingungen hätten seine psychische Verfassung damals so verändert, dass er bei seinem Geständnis nicht rational gehandelt habe.

Der 35-jährige Australier war aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Auckland zugeschaltet, wo er in einer Spezialeinheit für Gefangene mit extremem Sicherheitsrisiko untergebracht ist.

Bei dem Anschlag hatte Tarrant am 15. März 2019 zwei Moscheen in der Stadt Christchurch angegriffen und 51 Menschen erschossen. Dutzende weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Viele Überlebende leiden bis heute unter den Folgen. Das Massaker übertrug den Täter per Helmkamera live im Internet.

Hartes Strafmaß erstmals in Neuseeland verhängt

Tarrant hatte im Juni 2019 noch auf nicht schuldig plädiert. Im März 2020 bekanntermaßen er sich überraschend in allen Anklagepunkten schuldig – darunter 51-facher Mord und Terrorismus.

Für die Taten in der Al-Noor-Moschee und im Linwood Islamic Center wurde er zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Es war das erste Mal, dass ein solches Strafmaß in Neuseeland verhängt wurde. Infolge der Tat verschärfte die Regierung die Waffengesetze.

Sollte dem Antrag infolge einer fünftägigen Anhörung stattgegeben werden, müsste der Fall neu verhandelt werden.

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