Lokale Behörden wurden in Bahrain Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen angegriffen. Unklar war zunächst, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Manama oder einer anderen Einrichtung Hauptstadte handelt. Die Bewohner des Inselstaats im Persischen Golf wurden erlassen, sich in Sicherheit zu geben.
Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen. Auf einem vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera veröffentlichten Video war zu sehen, wie ein großer Feuerball über einem der Tanks aufsteigt. Der Golf-Kooperationsrat verurteilte den Angriff.
Angriffe auf Frachter und Öltanker
Bei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf starb laut irakischer Regierung mindestens eine Person. Der Angriff in irakischen Hoheitsgewässern stellte eine Verletzung der Souveränität des Irak dar, hieß es von einem Militärsprecher. Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. Insgesamt sind 38 Crew-Mitglieder geborgen worden. Die Hafenverwaltung stellte den Betrieb des Ölterminals bis auf weiteres ein.
Die Handelsschifffahrt in der Region kam durch den iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen. Ein unter thailändischer Flagge fahrender Frachter wurde nahe der Straße von Hormus von iranischen Raketen getroffen. Die „Mayuree Naree“, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Indien unterwegs war, wurde von zwei Geschossen oberhalb der Wasserlinie getroffen.
Ein Brand sei ausgelöst worden, teilte die thailändische Marine mit. Von den 23 thailändischen Besatzungsmitgliedern konnten 20 in Sicherheit gebracht werden, während drei Seeleute nach Angaben der Reederei zunächst im Maschinenraum eingeschlossen blieben.
Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) wurde auch vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ein Containerschiff von einem unbekannten Geschoß getroffen. Es sei ein kleiner Brand ausgelöst worden, aber niemand sei verletzt worden.
Drohnenangriffe auf Golfstaaten
Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten am Donnerstagfrüh, die Luftabwehr bekämpfe eine Bedrohung durch Raketen. In Dubai stürzte in der Nacht außerdem eine Drohne auf ein Wohngebäude. Ein Brand wurde unter Kontrolle gebracht, niemand wurde verletzt, wie die Behörden mitteilten.
Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten des Landes 18 Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. Das kuwaitische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr des Golfstaats habe eine Reihe feindlicher Drohnen abgefangen, die in den Luftraum im Norden des Landes eingedrungen seien.
Hisbollah-Zentrale im Libanon bombardiert
Unvermindert gehen auch die israelischen Angriffe im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz weiter. Nach Angaben der Armee wurden in der Nacht innerhalb von 30 Minuten in Vororten von Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen.
Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Angriffe auf Israel vorbereiteten. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden Israels mit Raketen angegriffen.
Trump erklärte unterdessen, dass der Krieg mit dem Iran schon „bald“ enden werde. Es gebe „“praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte“, zitierte ihn das US-Nachrichtenportal „Axios“ nach einem Telefoninterview. Das israelische Militär hingegen erklärte, es habe noch eine umfangreiche Liste an Zielen im Iran.

