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Thursday, May 21, 2026

Bildungsministerium: „Faire“ Schulvergleiche ab Herbst

Als Erstes werden im Herbst Daten aus der Volksschule vorliegen, die anderen Schulformen folgen im Lauf des Schuljahrs. Konkret werden neben den Leistungsdaten auch etwa quantitative Merkmale der Schule veröffentlicht wie etwa die Zahl der Schülerinnen und Schüler und Klassen oder die durchschnittliche Klassengröße.

Dazu kommen noch qualitative Merkmale wie bestimmte Gütesiegel oder die konkreten Schulschwerpunkte. Nicht möglich sein soll allerdings die Erstellung von Schulrankings aus den Leistungsdaten: „Eine absolute Reihung ohne fairen Vergleich wäre irreführend“, so Bildungsminister Wiederkehr bei einer Pressekonferenz am Montag. Fairer Vergleich bedeutet, dass immer nur Schulen mit einer ähnlichen Ausgangslage verglichen werden.

IMAGO/SEPA.Media/Michael Indra

Ein Schulranking ohne fairen Vergleich hält Bildungsminister Wiederkehr für „irreführend“

Sechs Kategorien

Die Schulen werden daher (wie schon aus den iKM PLUS Tests bekannt) anhand der sozioökonomischen Ausgangslage (SÖL) der Schülerinnen und Schüler in sechs Kategorien eingeteilt. Das erfolgt anhand des Bildungsstands der Eltern, des ökonomischen und sozialen Hintergrunds sowie der Erstsprache und des Migrationsstatus der Kinder.

Veröffentlicht wird dann, ob die Ergebnisse der Schule innerhalb ihrer Kategorie über, unter oder in etwa im Bereich der Erwartung liegen. Hinterlegt sind diese Regelungen mit den jeweiligen Mittelwerten bei den iKM PLUS-Testungen bzw. der Zentralmatura – die Mittelwerte selbst werden nicht veröffentlicht. Es erscheint also kein Ranking, sondern eine Liste aller Schulen. Mit einem Klick auf den ausgewählten Standort erscheinen dann die Daten. Die Ergebnisse werden alle drei Jahre aktualisiert.

Ergebnisse für Schulen einsehbar

Die Schulen selbst erhalten ihre jeweiligen konkreten Ergebnisse sehr wohl. In erster Linie sind diese ja vor allem ein Tool für die Schulgemeinschaftsgremien. Diese könnten anhand der Daten im Zeitverlauf sehen, ob bestimmte Maßnahmen gewirkt hätten oder eben nicht, also Wiederkehr.

Als Beispiel genannt er die autonomen Möglichkeiten zur Deutschförderung, die ab dem nächsten Schuljahr ergreifen können. Die Volksschulen erhalten „ihre“ Daten ab Mai – die Sekundarstufen folgen im nächsten Schuljahr, da dort die iKM-PLUS-Daten bzw. Aktuelle Maturaergebnisse liegen noch nicht vor.

Wiederkehr sprach von einer „neuen Kultur, wie wir mit Daten umgehen“. Diese können möglicherweise auch zu Irritationen führen. Man habe den Schritt aber sorgfältig abgewogen – mit dem Informationsfreiheitsgesetz habe man auch den Auftrag, transparenter mit Daten umzugehen.

Wiederkehr: Bisher „kein gesichertes Wissen“

Befürchtungen, dass durch die Veröffentlichung ein „Run“ auf bestimmte Schulen bzw. Eine Abkehr fand statt, hat der Minister nicht. „Eine unterschiedliche Nachfrage an Schulen haben wir in Österreich jetzt schon.“

Eltern hatten sich ja schon bisher über Schulen informiert und würden informell durchaus wissen, welche Schulen als gut oder schlecht gelten. „Es gibt aber kein gesichertes Wissen.“ Diese stelle man nun transparent zur Verfügung. Vorweg: Diese informelle Wissensstimme manchmal nicht mit den konkreten Daten überein, deutete er an.

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