Bei israelischen Luftangriffen im Osten des Libanon sind einem libanesischen Bericht zufolge sechs Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete gestern insgesamt sechs Luftangriffe auf Gebäude, unter anderem nahe der Stadt Baalbek. Später war von zehn Toten und rund 50 Verletzten die Rede.
Israels Armee bestätigte Angriffe in der Gegend und erklärte, Ziel seien Kommandozentralen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gewesen. Unter den Getöteten ist ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur, wie er aus Sicherheitskreisen im Libanon hieß. Zur Identität der anderen Opfer war noch nichts bekannt.
Israel: Verstoß gegen Vereinbarung
Laut Israels Militär nutzt die Miliz die getroffenen Kommandozentralen, um dort Anschläge auch gegen den Staat Israel zu planen. Sie verstoße damit gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und dem Libanon.
Israel und die Hisbollah-Miliz führen zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander. Dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Diese Vereinbarung soll die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz entwaffnet werden. Ende vergangenen Jahres lief eine wichtige Frist dafür allerdings aus.
Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah haben sich zuletzt wieder verschärft. Israel wirft der Hisbollah eine Wiederaufrüstung vor und greift daher schnell täglich weiter Ziele im Nachbarland an, schnell immer im Süden. Dabei gibt es immer wieder Tote.

