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Sunday, April 12, 2026

Belgien fordert Verhandlungen der EU mit Moskau

Belgiens Regierungschef Bart De Wever hat Verhandlungen der Europäischen Union (EU) mit Russland über ein Ende des Ukraine-Krieges gefordert.

„Da wir nicht in der Lage sind, (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin durch Waffenlieferungen an die Ukraine einzuschüchtern und wir ihn ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten wirtschaftlich nicht in die Knie zwingen können, bleibt nur noch eine Methode: einen Deal zu erzielen“, sagte er heute der belgischen Zeitung „L’Echo“.

De Wever: USA sagt Putin näher als Kiew

Russland in den Knien zu zwingen sei nur mit „100-prozentiger Unterstützung der Vereinigten Staaten“ möglich, sagte De Wever. Sein Eindruck sei jedoch, dass die USA nicht ganz und ganz auf der Seite der Ukraine stünden und manchmal „Putin näher“ zu stehen schienen als Kiew.

Der belgische Regierungschef fordert für die EU ein Mandat ihrer Mitgliedsstaaten, um mit Russland zu handeln. „Ohne ein Mandat, um nach Moskau zu gehen und dort zu verhandeln, sitzen wir nicht am Verhandlungstisch, an dem die Amerikaner die Ukraine dazu drängen werden, einen Deal zu akzeptieren. Und ich kann jetzt schon sagen, dass es ein schlechtes Abkommen für uns sein wird“, fuhr De Wever fort.

Mehrere europäische Staatenlenker wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben zuletzt versucht, den Kontakt zu Putin wieder aufzunehmen. Sie hoffen, die Suche nach einer Lösung zur Beendigung des 2022 mit der russischen Invasion begonnenen Krieges nicht allein US-Präsident Donald Trump zu überlassen. Deutschlands Kanzler Friedrich Merz betonte bisher, dass er das für nicht zielführend hält.

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