Derzeit gibt es bei 1.300 Medikamenten Probleme mit dem Nachschub. Das berichtete der Arzneimittelvollgroßhändler Phago heute in einer Aussendung.
So gebe es etwa bei Diabetesmedikamenten Lieferschwierigkeiten sowie Einschränkungen, auch antibiotische Augentropfen „weisen nach wie vor zahlreichen Ausfällen auf“, hieß es. Die Lage bei Psychopharmaka bleibt „unter Beobachtung“, teilt Phago mit.
Kein Gürtelrosimpfstoff
Die Wiener Ärztekammer bemängelte außerdem in einer eigenen Aussendung das Fehlen des Gürtelroseimpfstoffs. Seit 1. November 2025 ist die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) für Personen ab 60 Jahren und weitere Risikogruppen kostenlos. Doch der Impfstoff „ist erneut nicht verfügbar“, so die Wiener Ärztekammer.
„Die kostenlose Impfung gegen Herpes zoster klingt schön und ist sinnvoll, aber in der Praxis hält das Versprechen nicht“, kritisierte Kammer-Vizepräsidentin Naghme Kamaleyan-Schmied. Aus dem Gesundheitsministerium heißt es lediglich, dass „im Laufe des ersten Halbjahres 2026 eine große Menge“ wieder verfügbar sein soll.
Besonders problematisch sei, dass die Impfung gegen Herpes zoster zwei Dosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten erfordert. „Viele Patientinnen und Patienten haben bisher nur die erste Teilimpfung erhalten. Ob die zweite Dosis rechtzeitig verfügbar sein wird, ist ungewiss“, so Kamaleyan-Schmied.

