Gut drei Wochen nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit 46 Toten und einem weiteren in Katalonien hat heute ein dreitägiger Streik der Lokführer begonnen. Die Gewerkschaften fordern mehr Investitionen in die Sicherheit der Schienenwege und klare Regeln für Krisensituationen wie etwa Unwetter oder Schäden an Schienen.
Sowohl hunderte Fernzüge als auch viele Nahverkehrsbahnen und Güterzüge könnten durch den Streik ausfallen, berichten spanische Medien übereinstimmend. In Katalonien kam es bei den notorisch unzuverlässigen Bahnen des Nahverkehrs bereits zu mehr Verspätungen als sonst, wie die Zeitung „La Vanguardia“ berichtete.
Aufgrund der vom spanischen Gesetz vorgeschriebenen „Mindestdienste“ bei Streiks darf jedoch jeweils nur ein Teil der Beschäftigten gleichzeitig die Arbeit niederlegen. Das Verkehrsministerium ordnete an, dass bis zu 73 Prozent der landesweiten Fernzüge fahren müssten. Für Nah- und Regionalzüge wurden niedrigere Mindestdienste festgelegt, wie die staatliche Bahngesellschaft Renfe mitteilte.

