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Saturday, March 14, 2026

Babymilch verunreinigt: Paris leitet Ermittlungen ein

Nach Rückrufen von Babymilch hat die Pariser Staatsanwaltschaft fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau gestern mitteilte, geht es in dem Verfahren um mutmaßlich verunreinigte Produkte der Hersteller Nestle, Lactalis, Danone, Babybio und La Marque en moins.

Die Ermittlungen wurden den Angaben zufolge bereits Ende Jänner eingeleitet, insbesondere wegen der Gefährdung Dritter. Die Pariser Staatsanwaltschaft habe den Fall aufgrund der „Vielzahl an Klagen“ sowie der komplexen Bewertung „regulatorischer und gesundheitlicher Aspekte“ übernommen, erklärte Beccuau. Ihr liege außerdem eine Klage von acht Familien und der Organisation Foodwatch vor.

An den Ermittlungen sind nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft auch die französische Zentralstelle zur Bekämpfung von Umwelt- und Gesundheitsverstößen (OCLAESP) und die Tier- und Pflanzenschutz-Ermittlungseinheit BNEVP beteiligt. Darüber hinaus werden bereits laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in Städten wie Angers, Bordeaux und Blois fortgesetzt.

Verunreinigung mit Cereulid

Der Skandal um verunreinigte Babymilch beschäftigt Frankreich schon seit Wochen. Anfang Jänner hatte der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle in etwa 60 Ländern Dutzende Babymilchchargen wegen einer möglichen Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid zurückgerufen. Später riefen auch Danone und Lactalis sowie kleinere Hersteller in etlichen Ländern Säuglingsnahrung zurück.

Cereulid ist ein Giftstoff bakteriellen Ursprungs, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, die die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Reinigung verantwortlich sein könnte.

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