In zwei Schließfächern in Liechtenstein, die der Ingbe-Stiftung gehören, sind 16 Millionen Euro gefunden worden, schreibt die „Kronen Zeitung“. Davon entfallen 14 Millionen auf Goldbarren, der Rest auf Dollar und Franken in bar. Das wurde auch von der APA bestätigt.
Die Ingbe-Stiftung hat zwar ihr Geld von Signa-Gründer und Pleitier Rene Benko erhalten, Begünstigte sind aber Familienmitglieder Benkos, vor allem seine Mutter Ingeborg Benko, nach der die Stiftung auch benannt ist. Daher ist es ungewiss, ob das Geld letztlich der Insolvenzmasse von Rene Benko zugutekommen wird.
Streit um Besitzer
Die Öffnung erfolgte vorerst provisorisch, ein Gericht in Liechtenstein muss erst entscheiden, wem dieses Geld – und schon früher eingefrorenes Vermögen der Ingbe-Stiftung – zusteht. Laut „Krone“ wird „in den nächsten Wochen“ mit einer Entscheidung gerechnet.
Benkos Anwalt argumentierte, das Geld gehöre nicht Benko, da er kein Begünstigter sei. Die Öffnung des Tresors hatte Andreas Grabenweger, Masseverwalter der Benko-Insolvenz, bewirkt. In seinem Zwischenbericht Ende voriger Woche informierte er über den Fonds.
Unter Berufung auf „vertrauliche Unterlagen aus dem Inneren des Pleitekonzerns“ schreibt Signa die „Krone“, zwischen Herbst 2017 und Sommer 2023 wurden rund 100 Millionen Euro von den Signa-Aktiengesellschaften Prime und Development in die Ingbe-Stiftung geflossen. Zum Teil wurden Dividenden ausgeschüttet, zum Teil wurden Aktien gekauft.

