Folkshilfe waren wie Seiler & Speer, die als einziger Act zwei Preise einheimsten, und der leer ausgegangenen Anna Buchegger in drei Kategorien nominiert. Naschenweng stellte mit dem Gewinn ihrer Trophäe einen neuen Bestwert auf. Einen solchen durchgehenden Run in einer Kategorie wie die Villacher Sängerin konnte bis dato keinen anderen Act hinlegen. Naschenweng hat insgesamt sogar bereits acht einschlägige Amadeus-Auszeichnungen auf ihrem Konto.
Was die Gesamtzahl betrifft, bleiben (die heuer nicht nominierten) Wanda mit bisher zwölf Trophäen Rekordhalter. Parov Stelar holte sich wie zuletzt 2021 den Preis in der Sparte „Electronic/Dance“ und rangiert mit nun bisher elf Trophäen knapp dahinter – ebenso wie RAF Camora, der sich wieder in der Rubrik „Hip Hop/Urban“ durchsetzte.
Seiler & Speer doppelt prämiert
Seiler & Speer gingen mit den Amadeus Austrian Music Awards in den Kategorien „Pop/Rock“ und „Live-Act des Jahres“ nach Hause. Erstmals ausgezeichnet wurde Caro Fux: Die steirische Sängerin sicherte sich den „Songwriter des Jahres“-Amadeus. Allein die Nominierung hatte der ehemaligen Volksschullehrerin große Freude bereitet: „Ich hätte es mir so schnell nicht erwartet. Ich bin ja noch nicht lange dabei.“

Als bester „Alternative“-Act setzte sich wie im Vorjahr Sängerin Oska durch, unter den „Hard & Heavy“-Nominierten die rein weibliche Rockband Vulvarine, die es auch gleich mit dem live dargebotenen Song „Fool“ aus ihrem Album „Fast Lane“ krachen ließ. 5/8erl in Ehren freut sich über den Amadeus im Genre „Jazz/World/Blues“. Das Album „Petrichor“ von Klangkarussell wurde für den besten Sound prämiert. Der FM4-Award ging an Nenda – mehr dazu in fm4.ORF.at.

Die Veranstaltung in der Marx Halle in Wien wurde von Tom Neuwirth moderiert. Elf österreichische Acts bilden das musikalische Programm. Aufgetreten sind in der auf ORF1 übertragenen Show ua Bibiza, Ina Regen, Alexander Eder, Lemo sowie Esther Graf & Ness. Sängerin Päm gab mit einer Performance des Songs „Bäng Bäng PÄM“ einen Vorgeschmack auf ihr nächste Woche erscheinendes zweites Album „Kunstfigur“.
Peter Cornelius für Lebenswerk ausgezeichnet
Für sein Lebenswerk wurde Peter Cornelius ausgezeichnet. „Seit mehr als fünf Jahrzehnten“ präge der Singer-Songwriter „mit seiner Musik die österreichische Kulturlandschaft – mit Songs, die Generationen begleitet haben, und Texte, die durch ihre Ehrlichkeit, Tiefe und Menschlichkeit berühren“, hieß es.

„Der künstlerische Weg von Peter Cornelius ist geprägt von Offenheit, Neugier und dem ständigen Überschreiten musikalischer Grenzen“, hieß es weiter. „Von Wien über Frankfurt am Main, Hamburg bis nach New York führte ihn seine Laufbahn, aus der 24 Studioalben hervorgingen.“

