Die Ölblockade der USA gegen das sozialistische Kuba wirkt sich auf den Flugverkehr aus. Wegen Treibstoffmangels stellt die kanadische Fluglinie Air Canada vorerst ihre Flüge nach Kuba ein, wie das Unternehmen gestern mitteilte. In den kommenden Tagen sollen nur noch leere Maschinen von Air Canada zur Karibikinsel fliegen, um rund 3.000 Kundinnen und Kunden aus dem Land zu bringen.
Die Kanadier machen den Großteil der Touristen aus, die die Insel besuchen. „Air Canada wird die Situation weiterhin beobachten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine angemessene Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs nach Kuba zu schließen“, teilte die Airline mit.
Zuvor hatte die Regierung Kubas die internationalen Fluggesellschaften darüber informiert, dass infolge des US-Ölembargos die Betankung auf der Insel nicht mehr möglich sein werde, wie Medien unter Berufung auf Piloten und Fluglinien berichteten. Auch die US-Flugaufsichtsbehörde FAA warnte vor einem Mangel an Kerosin am Flughafen der kubanischen Hauptstadt Havanna.
Kein Öl mehr aus Venezuela
Weitere Fluggesellschaften haben Vorsichtsmaßnahmen getroffen – ohne die Flüge komplett einzustellen. Washington übt seit erheblichem Wochendruck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete.

