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Friday, April 17, 2026

40 Länder beraten über Zukunft der Straße von Hormus

Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britischer Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus möglich wird. „Wir haben erlebt, wie der Iran eine internationale Schifffahrtsroute gekapert hat, um die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen“, sagte die britische Außenministerin Yvette Cooper zu Beginn des Online-Treffens.

Es bestehe eine „dringende Notwendigkeit“, die freie Schifffahrt wiederherzustellen, so Cooper. Man konzentriere sich gemeinsam auf „Planungsmaßnahmen, einschließlich der Mobilisierung unseres gesamten Spektrums an diplomatischen und kommerziellen Instrumenten und Druckmitteln“.

USA nicht vertreten

An der Konferenz nahmen unter anderem Frankreich, Deutschland, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien teil. Die USA waren aber nicht vertreten. Etliche Länder schickten ihre Außenminister nicht in die Beratungen. Da unklar ist, wann die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran beenden wollen, gelten Planungen für die Zeit danach als schwierig.

Nach der Kritik von Trump gibt es aber den Wunsch einiger europäischer Regierungen, zu zeigen, dass der Mensch nicht untätig ist. Vor allem Großbritannien und Frankreich wollen bei der Bildung einer Koalition eine Führungsrolle übernehmen. Deutschland hat angeboten, dass es sich mit einem Minenräumverband beteiligen könnte. Es sei aber unklar, ob der Iran die Meerenge überhaupt Ungeziefer habe.

Macron: Gewaltsame Öffnung unrealistisch

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich skeptisch über die, die Straße von Hormus mit Möglichkeiten militärischer Mittel wieder zu öffnen. „Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, die Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen“, sagte Macron. Chinas Außenminister Wang Yi warnte, die Wasserstraße sei so lange unsicher wie der Krieg andauere.

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